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5. August 2026 · 7 min Lesezeit

Listen in SENAITE 2.7: gespeicherte Filter, Etiketten-Chips und die Spaltenauswahl

Spaltenfilter, gespeicherte Filter, farbige Etiketten an Proben und eine durchsuchbare Spaltenauswahl kommen in jede SENAITE-Liste. Wie sie funktionieren, wo sie gespeichert werden und welche Grenzen Sie kennen sollten.

Listen in SENAITE 2.7: gespeicherte Filter, Etiketten-Chips und die Spaltenauswahl

Der größte Teil eines Arbeitstags in SENAITE findet in Listen statt: Proben, Analysen, Arbeitsblätter, Batches, Kunden. Alle nutzen dieselbe Tabellenkomponente, senaite.app.listing. Eine Änderung dort erreicht also jede Tabelle auf einmal.

Im Entwicklungszyklus von 2.7 kamen Änderungen dazu, die einzeln nützlich sind und zusammen noch mehr: Filter auf einzelnen Spalten, gespeicherte Filter, farbige Etiketten an Proben und eine Spaltenauswahl, die auch mit dreißig und mehr Spalten zurechtkommt. Alles ist auf den 2.x-Zweigen von senaite.app.listing und senaite.core gemergt und kommt mit SENAITE 2.7, das zum Zeitpunkt des Schreibens noch nicht veröffentlicht ist.

Eine einzelne Spalte filtern

Fahren Sie mit der Maus über einen Spaltenkopf, erscheint ein Trichtersymbol. Ein Klick darauf, einen Wert wählen oder tippen, und die Liste zeigt nur noch passende Zeilen. Der typische erste Einsatz ist die Spalte Kunde in der Probenliste, gefiltert auf einen Kunden.

Drei Details machen das alltagstauglich:

  • Die Auswahllisten schränken sich gegenseitig ein. Die Werte, die eine Spalte anbietet, berücksichtigen alle anderen aktiven Filter. Filtern Sie die Probenliste auf einen Kunden, bieten die übrigen Spalten nur noch Werte an, die in dessen Proben vorkommen. Ohne das könnten Sie zwei Filter kombinieren, die nie gleichzeitig zutreffen, und vor einer leeren Tabelle sitzen.
  • Mehrere Werte in Schlagwortspalten bedeuten UND. Die Probenliste hat eine standardmäßig ausgeblendete Spalte Analysen mit den Analysenkürzeln jeder Probe, einschließlich ihrer Teilproben. Ein Filter auf Ca und Mg liefert Proben, die beides haben, nicht Proben, die eines davon haben. Die Autovervollständigung nutzt die Werte, die tatsächlich im Katalog stehen.
  • Jeder aktive Filter erscheint als Chip. Über der Tabelle steht jeder Filter als entfernbarer Chip, zum Beispiel Client: Riverside Water ×. Ein Klick auf × entfernt nur diesen einen Filter.
Probenliste mit der Reihe der Statusschaltflächen (Active, Due, Received, To be verified, Verified, Published, Stored, Past Retention, Dispatched, Disposed, Cancelled, Invalid, All, Rejected) oben. Darunter zwei entfernbare Filter-Chips 'Client: Riding Bytes ×' und 'State: sample_received ×'. Die Tabelle zeigt ein gefiltertes Ergebnis, Probe SDM-0002-P01 mit Riding Bytes / Sediment / Received.
Jeder aktive Filter als entfernbarer Chip. Wer einen entfernt, behält die anderen.

Aktive Spaltenfilter stehen in der URL der Seite. Eine gefilterte Ansicht lässt sich also als Lesezeichen ablegen oder als Link an Kollegen schicken. Das wird im nächsten Abschnitt wichtig.

Gespeicherte Filter

Neben dem Suchfeld sitzt ein Lesezeichensymbol. Stellen Sie die gewünschte Ansicht ein, öffnen Sie das Menü und wählen Sie Aktuelle Ansicht speichern. Ein gespeicherter Filter enthält die gewählte Statusschaltfläche, die Spaltenfilter, Sortierspalte und Richtung, die Seitengröße und den Suchbegriff.

Im selben Menü benennen Sie Filter um, löschen oder aktualisieren sie. Weicht die Ansicht auf dem Bildschirm vom gespeicherten Stand ab, wird der Filter als geändert markiert. Sie können dann die aktuelle Ansicht in ihn zurückschreiben oder zum gespeicherten Stand zurückkehren. Ein Filter kann Beim Öffnen automatisch anwenden bekommen: Er greift immer dann, wenn Sie die Liste ohne Filterparameter in der URL öffnen. Ein Link mit eigenen Filtern hat immer Vorrang vor Ihrem Standard, ein geteilter Link zeigt also, was der Absender zeigen wollte.

Ein Beispiel für die Probenannahme:

  1. Probenliste öffnen, auf Fällig klicken, die Probenart auf Trinkwasser filtern, nach Probenahmedatum aufsteigend sortieren.
  2. Als Trinkwasser annehmen, älteste zuerst speichern.
  3. Beim Öffnen automatisch anwenden einschalten.

Ab dann öffnet sich die Probenliste für diese Person in diesem Browser genau in dieser Ansicht.

Der letzte Halbsatz ist die Grenze, die Sie kennen sollten. Gespeicherte Filter liegen im lokalen Speicher des Browsers, nicht in SENAITE. Sie gelten pro Person und pro Browser, erscheinen auf keinem anderen Rechner, Kollegen sehen sie nicht, sie sind in keiner Datensicherung enthalten, und wer die Browserdaten löscht, löscht sie mit. Sie sind eine persönliche Erleichterung. Für eine Ansicht, die das ganze Team teilen soll, verschicken Sie die URL mit den Filtern oder bauen eine Databox.

Gespeicherte Filter werden pro Listenart getrennt geführt. Die globale Probenliste und die Probenliste innerhalb eines Kunden haben unterschiedliche Spalten und eigene Filter. Welche Spalten sichtbar sind, speichert ein Filter nicht, das übernimmt die Spaltenauswahl.

Etiketten als farbige Chips

Proben können Etiketten tragen, zum Beispiel Eilig, Wiederholung oder Akkreditierungsaudit. Etiketten werden im Setup mit einem Namen und, neu in 2.7, einer Farbe angelegt. In der Probenliste erscheinen sie als farbige Chips unter der Proben-ID.

Ein Klick auf einen Chip filtert die Liste auf Proben mit diesem Etikett, und die URL bekommt ?labels=<name>. Ein zweiter Chip nimmt ein zweites Etikett in den Filter auf, ein Klick auf einen aktiven Chip nimmt es wieder heraus. Gespeicherte Filter merken sich die Etikettenauswahl ebenfalls, und die Zurücksetzen- Schaltfläche neben dem Suchfeld löscht sie.

Zwei Berechtigungen steuern Etiketten. Vergeben und entfernen, auch über den Dialog Manage labels für mehrere ausgewählte Proben, dürfen standardmäßig Lab Clerk, Lab Manager und Manager. Sehen dürfen sie die Laborrollen, Kundenkontakte nicht. Das ist Absicht: Ein Etikett wie Reklamation oder Ergebnis mit Leitung klären ist intern, und Kundenkontakte, die ihre eigenen Proben ansehen, bekommen es nicht zu sehen.

Etiketten funktionieren am besten als kurze, abgestimmte Liste. Erfindet jeder seine eigenen, werden die Chips innerhalb eines Monats zu Rauschen. Legen Sie in der Einrichtungsphase fünf bis zehn Etiketten fest, geben Sie jeder Farbe eine Bedeutung, und entfernen Sie, was niemand nutzt.

Spalten auswählen

Die Schaltfläche Spalten anzeigen öffnet die Spaltenauswahl. Der Kopf zeigt, wie viele von wie vielen Spalten sichtbar sind, zum Beispiel 13 / 35. Ein Suchfeld findet Spalten nach Namen, Alle anzeigen und Alle ausblenden wirken auf alles, sichtbare Spalten lassen sich per Ziehen umsortieren, und ausgeblendete holt das Pluszeichen zurück.

Probenliste mit geöffneter Spaltenauswahl CONFIGURE TABLE COLUMNS. Der Kopf zeigt 13 von 35 Spalten. Suchfeld, Schaltflächen Show all und Hide all. Ein Bereich VISIBLE listet Priority, Progress, Sample ID, Creator, Date Sampled, Client, Client ID, Lab Sample ID, Sample Type, State, Date stored, Storage, Retain Until mit Ziehgriffen und Ausblendschaltern. Darunter ein Bereich HIDDEN mit 22 weiteren Spalten (Analyses, Batch ID, Client Order, Client Ref) und Pluszeichen zum Wiederherstellen.
Die Spaltenauswahl mit 13 von 35 sichtbaren Spalten. Suchen, per Ziehen umsortieren oder einzelne Spalten aus dem Bereich Versteckt zurückholen.

Wie gespeicherte Filter liegt auch die Spaltenauswahl im Browser, pro Listenart. Spalten zurücksetzen stellt die Standardspalten und ihre Reihenfolge wieder her. Der Export einer Liste schreibt die Spalten, die Sie gerade sehen. Eine gut gewählte Spaltenauswahl ist damit auch ein schneller CSV-Auszug.

Eine Einstellung für sehr lange Listen

Sind Zeilen ausgewählt, fragt die Liste den Server, welche Workflow-Aktionen für alle gemeinsam gelten. Auf einem Arbeitsblatt mit hundert Analysen kostet diese Frage bei jedem Klick spürbar Zeit. In 2.7 lässt sich das für die ganze Instanz abschalten, unter SENAITE Registry, Reiter Listings, Option Fetch transitions on select. Die Schaltflächen werden dann bei Bedarf über das Kontextmenü der Zeile geholt. Lassen Sie die Option eingeschaltet, solange niemand die Verzögerung bemerkt.

Was Sie in einer neuen Installation einrichten

  • Die Etiketten für Proben und ihre Farben vor dem Produktivstart festlegen.
  • Jedem Team zeigen, wie es ein oder zwei gespeicherte Filter für die eigenen täglichen Ansichten anlegt, und dazusagen, dass sie im Browser bleiben.
  • Die URLs gemeinsamer Ansichten in die Arbeitsanweisungen des Labors schreiben, statt Filterklicks in Prosa zu beschreiben.
Zwei Personen prüfen Notizen auf Papier neben einem Laptop

Bringen Sie das in Ihr Labor

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